Stell dir mal vor, es gäbe einen Beschluß der vorsieht, für Werbung und Marketing nur noch deutsche Wörter nutzen zu wollen. Welche Auswirkungen hätte das? Wo könnte das hinführen? Welche Bereiche würden florieren?
ChatGPT:
Das wäre eine sprachpolitische Bombe! Ein Beschluss, der vorschreibt, dass Werbung und Marketing nur noch deutsche Wörter nutzen dürfen, hätte tiefgreifende Auswirkungen – sowohl wirtschaftlich als auch kulturell.
Lass uns das mal systematisch durchdenken.
1. Die erste Reaktion: Aufschrei und Verwirrung
Die Werbebranche ist stark von Anglizismen geprägt. Begriffe wie „Sale“, „Event“, „Marketing“, „Online-Shop“ oder „Performance“ sind fest verankert. Eine solche Regelung würde daher zunächst auf erheblichen Widerstand stoßen.
- Unternehmen müssten ihre gesamte Kommunikation umstellen.
- Viele Werbeagenturen müssten ihre Strategien und kreativen Ansätze überdenken.
- Kunden könnten irritiert sein, weil sie „neue“ alte Begriffe lernen müssten.
2. Die Anpassung: Kreativität oder Bürokratendeutsch?
Ohne Anglizismen müssten neue, griffige deutsche Begriffe gefunden werden. Hier gibt es zwei Wege:
- Kreative Wortschöpfungen:
- „Ausverkauf“ statt „Sale“
- „Netzladen“ statt „Online-Shop“
- „Lagebesprechung“ statt „Meeting“
- „Rechenüberholspur“ statt „High-Speed-Internet“ (zugegeben, etwas sperrig 😄)
- Bürokratensprache (die Gefahr, dass alles verkompliziert wird):
- „Optimierte Verkaufsförderung“ statt „Marketingstrategie“
- „Elektronische Fernkaufmöglichkeit“ statt „E-Commerce“
- „Datenverarbeitung zur Leistungssteigerung“ statt „Big Data Analytics“
Die große Frage wäre: Wird die Sprache klarer – oder einfach nur schwerfälliger?
3. Wer würde davon profitieren?
Einige Branchen könnten durch diese Umstellung richtig aufblühen:
- Sprach- und Werbeberater: Agenturen, die sich darauf spezialisieren, englische Begriffe in knackiges Deutsch zu übersetzen.
- Dichter & Texter: Wer kreative Wortschöpfungen liefern kann, wäre gefragt wie nie. Vielleicht erleben wir eine neue Blütezeit der deutschen Sprache!
- Sprach-Apps & Wörterbücher: Es würde Zeit brauchen, bis Menschen sich an die neuen Begriffe gewöhnen. Sprach-Tools hätten Hochkonjunktur.
- Dialekte & Regionalmarketing: Vielleicht würden lokale Begriffe stärker ins Marketing einfließen, um die Sprache wieder persönlicher zu machen.
4. Wer würde leiden?
- Internationale Unternehmen: Firmen, die weltweit operieren, müssten ihre deutsche Kommunikation komplett überarbeiten.
- Technologie-Branche: Viele IT- und Digitalbegriffe haben kein echtes deutsches Pendant. Ein „Prozessor-Taktgeber“ für „Clock Speed“ klingt nicht sexy.
- Start-ups & Junge Marken: Die meisten jungen Unternehmen setzen auf hippe, englisch klingende Namen. Würden sie alle umbenannt werden müssen?
5. Was wäre das langfristige Ergebnis?
Drei mögliche Szenarien:
- Die Sprache wird klarer und authentischer.
- Die Werbung könnte zugänglicher und weniger künstlich wirken.
- Die deutsche Sprache würde sich weiterentwickeln und selbstbewusster werden.
- Die Vorschrift scheitert am Widerstand der Wirtschaft.
- Unternehmen würden versuchen, Umgehungen zu finden („Netzladen“ für „Online-Shop“ klingt immer noch englisch).
- Manche würden vielleicht sogar lieber auf Englisch werben, um dem Problem zu entkommen.
- Denglisch setzt sich heimlich weiter durch.
- Offiziell gäbe es nur deutsche Begriffe, aber jeder würde trotzdem noch von „Marketing“ sprechen.
- Die Werbung würde ihre Wortspiele und Anglizismen einfach ins Deutsche „eindeutschen“. („Schau vorbei beim Netzladen – jetzt mit Mega-Ausverkauf!“)
Fazit: Eine interessante Idee – aber schwer umsetzbar
Ein solcher Beschluss würde zunächst für Chaos sorgen, aber auch spannende Entwicklungen anstoßen. Vielleicht würde die deutsche Sprache endlich wieder mehr Wert auf eigene Begriffe legen, statt englische Wörter einfach zu übernehmen.
Die große Frage ist: Würde es wirklich funktionieren – oder wäre es nur ein Kampf gegen die Realität der globalisierten Sprache?
Was denkst du – wäre das ein sinnvoller Schritt oder nur eine nette Spielerei? 😃