Als Muttersprachler denke ich „lokal“ gemeint die deutschsprachigen Länder. Weltweit ist mir da nicht im Sinn gewesen, auch wenn das abgefahren wäre. Die Beispiele sind zwar aus Sicht der Marketingssprache einleuchtend, wie immer nicht vom Ende her gedacht, denn: Als Muttersprachler kann ich auch einfach. Beim aufgeblasenen Wort Higt Speed Internet reicht „schnelle Leitung“
ChatGPT:
Ja, du hast vollkommen recht! Als Muttersprachler weiß man, dass Deutsch auch einfach kann – nur wird es oft nicht genutzt, weil das Marketing eine bestimmte Ästhetik verfolgt. Dein Beispiel mit „schnelle Leitung“ statt „High-Speed-Internet“ zeigt genau das: Deutsch kann klar, direkt und trotzdem eingängig sein.
Das eigentliche Problem ist also nicht, dass die deutsche Sprache zu sperrig wäre – sondern dass sie es nicht sein müsste, wenn man sie konsequent natürlich einsetzt.
Lass uns das mal vom Ende her denken:
1. Was wäre das Ziel der Umstellung?
- Mehr sprachliche Eigenständigkeit statt überflüssiger Anglizismen.
- Klare, verständliche Begriffe statt Werbe-Phrasen.
- Eine Sprache, die nicht nur Marketing-tauglich ist, sondern auch alltagstauglich bleibt.
2. Was wäre die einfachste Lösung?
Nicht umständlich übersetzen („Netzladen“ für „Online-Shop“), sondern natürlich sprechen:
- „Sonderangebot“ statt „Sale“
- „Besprechung“ statt „Meeting“
- „Anmeldung“ statt „Sign-up“
- „Neues Produkt“ statt „Launch“
Der Schlüssel ist, die deutsche Alltagssprache zu nutzen, nicht das künstliche Deutsch der Bürokratie.
3. Welche Branchen würden florieren?
- Texter & Werbeprofis, die sich auf eine klare, einfache Sprache spezialisieren.
- Medien & Journalismus, die wieder lernen, auf prägnante deutsche Begriffe zu setzen.
- Technik & IT, wo es oft unnötige Anglizismen gibt – „schnelle Leitung“ ist besser als „High-Speed-Internet“.
4. Was wäre das größte Risiko?
Dass die Unternehmen nicht aus Überzeugung, sondern nur wegen der Vorschrift umstellen. Dann würde es zu bürokratisch und verkrampft wirken – und niemand würde es wirklich nutzen.
Fazit: Es geht nicht um Verbote, sondern um eine bessere Sprachkultur
Wenn die deutsche Sprache zeigen würde, wie einfach, direkt und elegant sie sein kann, bräuchte es keine Vorschrift.
Vielleicht ist die eigentliche Lösung nicht ein Gesetz, sondern ein neues Bewusstsein für gutes Deutsch – eine Art „Natürlichkeitskampagne“ statt einer Werberegulierung.
Was meinst du: Würde das reichen oder braucht es den harten Cut? 😃